Vier Stern Hotel??

Meine Frau Daniela ist ein wirklicher Mountainbike-Fan, sie fährt Single Trails und spornt mich an, meinen doch etwas gut ausgestatteten Body auch auf so eine Rennmaschine zu bewegen.

Im Frühsommer 2021 buchte sie bei www.e-bike-tours.ch eine geführte Tour de Romandie, eine wirklich geniale Sache, die Führung der beiden Guides Stefan und Roger liess wirklich keine Wünsche offen netflix series download cost. – Von meiner mangelnden Kondition und einem absolut unpassenden Sattel mal abgesehen…

Als «Home Base» wählte www.e-bike-tours.ch das vier Sterne Hotel M. in Lausanne, direkt am See, aus. Eine tolle Wahl, sollte man meinen. Doch leider täuschen die vier Sterne einen Fakt vor, der in der Realität mehr als nur zu wünschen übriglässt alle bilder einer homepage automatisch herunterladen.

Die Zimmer gaben keinen Grund zu Klagen, was drumherum jedoch in diesem Hotel abgeht, das sei hier kurz beschrieben.

Im Zimmer fand sich, wie überall, eine Broschüre mit den Angaben zum Hotel. Weil wir ausnahmsweise mal einen Tag ausliessen, wollten wir uns am Frühstücksbuffet vergnügen. In der Broschüre steht geschrieben, dass das Buffet bis um 1030 Uhr offen wäre whatsapp plus herunterladen. – Als wir um 0930 Uhr zu diesem Buffet pilgerten, wurden wir mit grossen Augen empfangen. Und mit der unmissverständlichen Aussage, dass das Buffet schon abgeräumt wäre, die Öffnungszeiten hätten sich geändert. – Für alle Normalos ohne übersinnliche oder hellseherische Kräfte nicht feststellbar, glücklicher- oder netterweise durften wir doch noch die Reste zusammensuchen und uns verpflegen herunterladen. – Management, nein danke?? – Scheint so….

Bei einem Nachtessen hatte www.e-bike-tours.ch ein wunderbares Rindsfilet ausgesucht, in der Phantasie eine wahre Gaumenfreude, alle freuten sich darauf. – Wie sehr Phantasie und Realität auseinanderklaffen, lässt sich nur so beschreiben: Nie in meinem Leben zuvor habe ich so eine Qualität an Rindsfilet erleben müssen herunterladen. Der «Beisser» aus James Bond 007 «Der Spion, der mich liebte» hätte wohl kein Problem mit dem Zerkauen gehabt. Normale Menschen jedoch, bräuchten wohl mehrere Wochen, um dieses dicke, zähe Leder zu zerkauen. – Einer der Guides bemühte sich in die Küche um beim Küchenchef vorstellig zu werden und ihn zu bitten, dieses Filet doch einmal zu degustieren. Er kam kopfschüttelnd zurück und wir fragten uns, was der Maître de Cuisine für einen Beruf erlernt hat. Wahrscheinlich alles, ausser Koch. Denn ihm war der Unterschied von Filet und Gehacktem unbekannt. – Wie auch immer, das Management lässt freundlich grüssen.

Wenigstens stand auf der Karte ein Dessert, bei dem man nicht wirklich viel falsch machen kann, so dachten wir uns zumindest. «Meringue mit Doppelrahm», beides im Handel erhältlich. Nur noch auf einem Teller drapieren, den Doppelrahm dazu und gut. – Was kam war ein Fruchtsalat, mit zerbröselten Meringues (ca. ¼ einer normalen Meringue) mit ca. einem halben Löffelchen Doppelrahm dazu. – Meringue kennen wir alle, so sieht das definitiv nicht aus. – Aber eben, liebes Hotelmanagement…

Für das wirklich abverreckte Filet gab es am Abend danach einen spendierten Apéro. – Super, wir bedanken uns, da kann man nun wirklich nichts mehr falsch machen: Wein, nicht selbst produziert, Mineralwasser, ebenfalls eingekauft, das alles in mit Eis gefüllten, repräsentativen Chromstahlschüsseln, tiptop! – Jemand hatte jedoch die wirklich nicht besonders abstruse Idee, einen Eistee zu bestellen. Der wurde auch prompt geliefert, war jedoch warm. Auf die Bitte hin, doch etwas Eis in die lauwarme Brühe zu geben nahm der Kellner ein Löffelchen und nahm das Eis aus der Chromstahlschüssel!!! Da wo die Korken, die Weinkapseln und die Kronenkorken entsorgt wurden, da wo Flaschen dringestanden haben, die wahrscheinlich durch viele Hände gegangen sind. – Ich habe mich wirklich beherrschen müssen, nicht auf den Boden zu ko……uppps!!!!! – Geht’s noch?? – In COVID-19 Zeiten, unhygienisch, die Flaschen wurden ja abgefüllt, gingen durch viele Hände, wurden in Kartons verpackt und standen dann irgendwo im Keller herum, sammelten Staub auf sich und so weiter und so fort. – Wäääääääääh!!!!!! – Vierstern Hotel? – Minus vier trifft’s wohl eher.

Ich könnte diesen Bericht quasi unendlich fortsetzen, aber es tschuderet mich dermassen, dass meine Tastaturanschlagzahl sich auf einen Schlag erhöht, ich beherrsche mich.

Dass ein Vierstern Hotel es auch nicht zu Stande bringt, eine einigermassen fehlerfrei Geschriebene Menükarte zu produzieren, einer der Bediensteten war Österreicher, der französischen und der deutschen Sprache mächtig. – Man könnte doch mal ihn fragen. – Wahrscheinlich jedoch, will das Management sich nicht so weit herunterlassen und mit den Leuten am Ende der Futterkrippe zu kommunizieren. – Tragisch. – Das Management liess sich auch nicht dazu hinreissen, sich für die vielen Fehler persönlich zu entschuldigen: Man liess den Maître de Service vor die Leute hinstehen und dieser hatte sich gefälligst zu entschuldigen. – Bloss kann der rein gar nichts dafür. – Der Schreiner kann auch nur mit dem Holz arbeiten, das er zur Verfügung hat. Aus Eichenholz ist es unmöglich einen Teakholz Schrank zu fertigen.

Zum Glück erhellte sich die Stimmung immer dann, wenn wir auf dem Fahrrad gesessen sind und mit unseren Guides herumkurvten. Denn was die uns geboten haben, ist wirklich phantastisch, danke Roger, danke Stefan. – Dass ihr dem Hotelmanagement noch Nachhilfe in Management geben musstet, erleichtere Eure bravourös gemeisterte Tätigkeit keinesfalls.

So stelle ich fest: Management ist nicht alles. Aber ohne Management ist alles nichts!

Die Manager jammern lieber herum, dass sich der Hotelbetrieb in diesen komischen Zeiten überhaupt nicht rentieren würde. – Wenn die so weitermachen, dann brauchen sie sich über kurz oder lang keine Gedanken mehr über Rentabilität zu machen. Die Kunden werden ganz einfach ausbleiben, dann können sie den Bunker schliessen.

Ob die Manager zu Hause auch Sattelleder zum Znacht essen, weiss ich nicht. Ich vermute, eher weniger……